Nostalgischer Spätsommer

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Wandern und Genießen im Waldhotel****
28.08.2010 - 16.10.2010

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Ausflugsziele am Ritten bei Bozen

Der Ritten liegt im Herzen Südtirols und ist so das ideale Ausgangsgebiet für Ausflüge in die nähere Umgebung:

Ausflugsziele am Ritten bei Bozen

Die Rittner Erdpyramiden sind die höchsten und formschönsten in Europa. Das in trockenem Zustand steinharte Material wird zu einem lehmigen Brei, wenn es mit Wasser in Verbindung kommt und fließt so dementsprechend zu Tal. Wenn aber ein Stein im Material eingelagert ist, so hält dieser das darunter liegende Material trocken und hart und so wachsen die Erdsäulen bis zu einer Höhe von 30 m aus dem Boden.  Je höher die Steilwand und je höher oben in ihr der geeignete Stein liegt, umso höher und mächtiger wird dann die Pyramide werden. Wie lange es braucht, bis sich eine Erdpyramide herausgebildet hat, ist schwer zu sagen, da hier zu viele Komponenten zusammen spielen. Ebensowenig lässt sich sagen, wie alt eine Erdpyramide ist oder werden kann. Sicher ist nur, fällt der Deckstein aber erst einmal von der Spitze der Pyramide, so ist sie einem schnellen Untergang geweiht, denn dann ist das Material schutzlos dem Regen ausgesetzt und die Säule wird bei jedem Regen kleiner. Doch während durch diesen Vorgang eine Erdpyramide verschwindet, entsteht weiter oben am Hang schon die nächste. Erdpyramiden finden Sie am Ritten an drei Orten: im Finsterbachtal zwischen Lengmoos und Mittelberg, im Katzenbachtal unterhalb von Oberbozen und im Tal des Gastererbaches bei Unterinn.

In Wolfsgruben am Ritten steht der Plattner Bienenhof, einer der ältesten Bauernhöfe am Ritten. Im Inneren des Hofes kann man besichtigen, wie die Bauern in der Vergangenheit lebten. Und mehr noch: außerdem erfährt man hier alles, was man über Bienen wissen muss. Denn im Stadelteil des Hauses befindet sich die größte Sammlung über die Südtiroler Imkerei. Am malerischen Hügel ist zudem ein Lehrpfad angelegt worden, welcher den Besuchern die Welt aus der Sicht der Bienen erklärt.
St. Antonius Kirche in Klobenstein am Ritten: Diese Kirche wurde, auf Betreiben der Bozner Sommerfrischler erbaut. Eigentlich sollte der Bau dieser Kirche am Ritten nicht genehmigt werden, da die Kirche von Lengmoos ja nur wenige Gehminuten vom Hauptort am Ritten, Klobenstein entfernt ist. So wendeten sich die Bozner an die Gerichtsgemeinde Ritten und in ihrem Ansuchen begründeten sie ihr Vorhaben: "Man will in Klobenstein die Kirche nicht nur aus christlichem Eifer und zum Antrieb zur Förderung des göttlichen Lobes, sondern auch zum eigenen Trost und Nutzen und zur eigenen Bequemlichkeit, damit man während der Sommerzeit leichter und öfter die heilige Messe hören könne." Doch eigentlich war der Grund für den Bau dieser Kirche die Konkurrenz, die zwischen den Klobensteiner und den Maria Himmelfahrter Sommerfrischlern bestand: in Klobenstein wollte man nicht den anderen nachstehen, die in der gleichen Zeit ihre Kirche erbauten.
Der Rittner Themenweg in Oberbozen am Ritten ist der gelungene Versuch, wie man Erklärungen und Erlebnisse miteinander verbinden kann. Auf neun Tafeln wird erklärt, was am Ritten bei Bozen so besonders ist. Und das an authentischen Stellen: da liest man über die Rittner Bahn und steht auf den Geleisen. Oder erfährt etwas über die Kaiserstraße am Ritten, während man sich auf einem Plattenweg befindet. Man hört das Plätschern eines Baches und erfährt, dass Wasser am Ritten ganz besonders wertvoll ist. Dann erblickt man die Erdpyramiden vom Ritten und wundert sich, wie solche Formationen am Ritten entstehen können. An einem Gletscherschliff kriegt man den Einblick in das Innerste des Rittens bei Bozen. Am Beispiel einer der zahlreichen Rittner Kirchen wird die Gläubigkeit in diesem Bereicht Tirols bewusst und am Bahnhof von Maria Himmelfahrt bei Oberbozen am Ritten wird man in eine weit zurück liegende Zeit zurück versetzt. Damals, als die Sommerfrische noch ein Zeichen für Nobilität und Exklusivität gewesen ist.Der Themenweg ist eine interessante Wanderung und ist vor allem für Ritten Neulinge ein idealer Auftakt in das Erlebnis Ritten.
Das Rittner Horn am Ritten bei Bozen ist der schönste Aussichtspunkt Südtirols. 360 Grad Panoramablick, vom Großglockner im Osten über die Dolomiten im Süden bis hin zum Ortlermassiv im Westen ist die gesamte faszinierende Bergwelt einsehbar. Die neue 8er-Kabinen-Umlaufbahn führt von Pemmern (1.530 m) in kürzester Zeit zur Schwarzseespitze (2.070 m) und ist dort der Ausgangspunkt vieler schöner Wanderungen, welche zu den schönsten Südtirols zählen.Die Wanderung zum Rittner Horn (2.270 m) mit nur 200 m Höhenunterschied ist besonders familienfreundlich und kann in einer Stunde bewältigt werden.Der neue Panorama-Weg, welcher von der Schwarzseespitze zum Unteren Rittner Horn führt, kann sogar mit dem Kinderwagen befahren werden. Viele nette Sitzbänke laden zur Rast und zum Bestaunen des überwältigenden Dolomiten-Panoramas ein.
Pfarrkirche von Lengmoos am Ritten: Wahrscheinlich wurde die Kirche 1220-1225 erbaut. Sie ist dem Gedächtnis der Himmelfahrt Mariens geweiht. Sie wurde im Laufe der Zeit stark verändert: so wurde sie 1510 vergrößert und gotisch umgebaut. Der nicht sehr hohe Turm wurde wahrscheinlich erst um 1300 gebaut: er zeigt schon die Anzwichen der kommenden Gotik, so etwa die leicht angespitzten Bogenfenster. Dieser Turm wurde beim Umbau 1510 nicht mehr vergrößert, und so macht er heute, neben der großen Kirche, eher einen bescheidenen Eindruck.
Die St. Nikolaus Kirche in Mittelberg am Ritten bei Bozen wird 1289 erstmals erwähnt. Diese Kirche wurde um 1400 erweitert und gotisch umgebaut. Die Form, die sie damals erhielt, hat sie bis heute behalten. Der Turm ist etwas jünger als die Kirche und er dürfte erst im 14. Jahrhundert entstanden sein. Es ist sehr schön aus regelmäßig verlegten Natursteinmauerwerk erbaut. Vermutlich um 1400 wurde er in seinem oberen Teil gotisiert, wobei er die heute noch erhaltenen Spitzbogenfenster erhielt. 1744 setzte man ihm dann eine stilmäßig zwar nicht passende, aber dennoch gefällige Zwiebelhaube auf.
St. Verena Kirche in Rotwand am Ritten: 1256 wird diese Kirche zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie steht sehr schön auf einem gletschergeschliffenen Felsenhügel. Man geht heute davon aus, dass in der Vorzeit an dieser Stelle ein Opferplatz, wahrscheinlich aus keltischer Zeit gewesen ist.